Fach Ethik

Das Fach Ethik wendet sich an Schülerinnen und Schüler, die den konfessionellen Religionsunterricht nicht besuchen. Eines der beiden Fächer ist in der gesamten gymnasialen Oberstufe zu belegen. Die Schülerinnen und Schüler können zwar von Religion zu Ethik (oder umgekehrt) wechseln, sollten sie allerdings eines dieser Fächer als Prüfungsfach in Betracht ziehen, müssen sie dieses Fach bereits  in der E-Phase besucht haben.
Im Rahmen von 2 (Einführungsphase) bzw. 3 Wochenstunden (Qualifikationsphase) möchte der Ethikunterricht den Lernenden einen Zugang zu ethischen, philosophischen und religionskundlichen Ansichten vermitteln. Das Fach möchte außerdem dazu beitragen, Verständnis für unterschiedliche Wertvorstellungen zu schaffen und damit Schülerinnen und Schülern Orientierung zu geben für verantwortliches Urteilen und Handeln in ihrem eigenen, privaten und öffentlichen Leben.
Schwerpunkt des Unterrichts ist somit die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Denkweisen und Sachthemen. Während in den ersten beiden Jahren das verantwortliche Handeln zunächst unter den Aspekten  menschlicher Glücksvorstellungen bzw.  religiöser Ansichten beleuchtet  wird, beschäftigt sich der Unterricht in der Qualifikationsphase mit anderen Blickwinkeln:
•    Welche Voraussetzungen für verantwortliches Handeln bietet der Mensch an sich ?
•    Welche Bedeutung haben Vernunft und Gewissen bei unseren Entscheidungen ?
•    Welche Rolle spielen rechtliche Vorgaben und Gerechtigkeitsprinzipien ?
•    Welchen zukünftigen (z.B. medizin.) Herausforderungen müssen wir uns stellen ?
Die Inhalte werden z. T. über Diskussionen, Rollenspiele etc., vor allem aber über sämtliche Formen der Textarbeit erschlossen. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler auch die variantenreiche Ausdrucksweise von Philosophen wie Aristoteles, Platon, Kant u.v.a. kennen.