Fach Kunst

KUNST als Fach widmet sich der „Sprache“ der sichtbaren Dinge – soweit sie sich menschlicher Gestaltung verdanken – und damit den Bedingungen und Einflüssen solchen Gestaltens.

Nicht nur Malerei oder bildhauerische („plastische“) Werke – also „Kunst“ im gewohnten Sinne – sondern auch Bilder aus den Medien, Bauwerke und Gebrauchsgegenstände werden untersucht und zusätzlich wird ein Blick geworfen auf künstlerisches Tun und Handeln in unserer Zeit – für viele wohl eher „ungewohnte“ Kunst.

Wer also Lust verspürt auf das Gestalten sichtbarer Dinge und auf das Ergründen der gestalterischen Gedanken anderer, also von Künstlern, Fotografen, Grafikdesignern, Designern und Architekten, der ist bei KUNST richtig.
In der Einführungsphase wird Kunst 2-stündig, als Grundkurs in der Qualifikationsphase 3-stündig unterrichtet.

Akzeptieren sollte man allerdings, dass zum Bestehen einer Abiturprüfung in diesem Fach auch der Erwerb tieferen Wissens zur Gegenwart und Geschichte der genannten Bereiche gehört und dass diese Kenntnisse durch einen Unterricht vermittelt werden, der sich auf weiten Strecken nicht allzu sehr von anderen „Theoriefächern“ unterscheidet, der also mündliche Mitarbeit verlangt und Klausuren und Hausaufgaben kennt.

Weil aber die Entdeckung der Motive und Wege der Künstler den Wunsch weckt, etwas davon selbst auszuprobieren und eigene Ideen zu verwirklichen, bildet die eigene praktische künstlerische Arbeit – im Unterricht, als Hausaufgabe oder umfangreichere Hausarbeit – immer noch einen Unterschied zu manch anderem Fach, wenn auch nicht immer den eigentlichen Kern.

Ziel des Faches ist es, zur bewussten Wahrnehmung der (von anderen Menschen) gestalteten Dinge zu befähigen und zu helfen, eigene sinnvolle Maßstäbe zu ihrer Beurteilung zu entwickeln. Darüber wächst hoffentlich die Freude an der Kunst – und damit die Lust auf mehr davon, „draußen“, außerhalb der Schule und jenseits der Schulzeit