Berichte aus der Schule

Neues und Neue an der Bachgauschule

Schulanfang an der Bachgauschule

„Wir sind immer für euch da“, so begrüßten Hannah Hummel und Finn Bergmann von der Schülervertretung die neuen Schülerinnen und Schüler an der Bachgauschule. Aber nicht nur die etablierten Schüler wollen sich um die Neulinge kümmern. „Wir Lehrkräfte stehen euch als Ansprechpartner immer zur Verfügung“, betonte auch der neue kommissarische stellvertretende Schulleiter Stefan Schüttler. Denn neu waren an diesem Tag nicht nur 140 Schüler und Schülerinnen, sondern auch das kommissarische Leitungsteam der Bachgauschule.

 



Nach den Begrüßungsworten begaben sich die Schüler mit ihren Klassenlehrern, die an der Bachgauschule Tutoren genannt werden, in die Klassenzimmer. Dort erwartete sie eine Unmenge an Informationen: Schulordnung, Entschuldigungsverfahren, Bücherausleihe und noch vieles mehr. Aber auch ein Rundgang durch die Schule stand auf dem Programm. Schließlich sollte jeder die neuen Unterrichtsräume finden können. Spiele zum Kennenlernen und zur Teambildung ergänzten das Programm der ersten beiden Schultage. Erst dann ging es mit dem Unterricht los.
Neue Klassen und eine neue Schulleitung: der Unterrichtsbeginn nach den Sommerferien war in diesem Jahr an der Bachgauschule sehr bewegt! Erst in der letzten Ferienwoche war sicher, dass die bisherige Schulleiterin Christina Martini-Appel an das Schuldorf Bergstraße wechseln wird. Ihre Aufgaben werden jetzt kommissarisch von Anja Krapp übernommen, die in den vergangenen Jahren Leitungserfahrung an der Alfred-Delp-Schule in Dieburg sammeln konnte. Stefan Schüttler (der neue kommissarische stellvertretende Schulleiter) dagegen ist, wie er selbst sagt, ein alter Hase an der Bachgauschule. Wie Krapp bei ihrer Begrüßung der Neuen betonte, sind alle an der Bachgauschule eine kleine Familie und deshalb werden die neue Schulleitung, das Kollegium und die neuen und alten Schüler sicher schnell zusammenfinden. GO

GoetheLab: Wege ins Stadtgrün

Die Goethe-Universität in Frankfurt wird 100 Jahre alt und feiert diesen Geburtstag mit künftigen Studenten!
 
Das GoetheLab bietet normalerweise eintägige Workshops zu den verschiedensten Themen an. Für die „Week of Science“ gab es ein Projektthema, das aus verschiedenen Sichtwinkeln bearbeitet wurde:

Mobilität - bewegt kluge Köpfe!

Während dieser Woche wurden verschiedene Workshops z.B. zur Biomechanik oder Datenmobilität angeboten. Die Gruppe Erdkundeschüler der Bachgauschule war eingeladen, am Teilprojekt „Wege ins Stadtgrün - Wohin gehts?“ teilzunehmen. Die Veranstaltung fand am neuen Campus Riedberg der Goethe-Universität statt. Dieser ist von Babenhausen zwar gut zu erreichen, die Anreise stellt aber eine zeitliche Herausforderung dar. Und so traf man sich lange vor Schulanfang am Bahnhof und kam erst lange nach Schulschluss zurück. Dazwischen lag ein ereignisreicher Tag mit einem spannenden Ende.

Nach der Begrüßung durch den Vizepräsidenten Prof. Schleiff stellte Armin Lühken die Universität vor. Danach ging es für den Rest des Tages ins Freie, was bei dem guten Wetter kein Problem war. Bei dem Projekt „Wege ins Stadtgrün“ handelte es sich um ein interdisziplinäres Projekt mit Beteiligten aus Kunst, Geographie und Biologie.
Prof. Verena Kuni, zuständig für Visuelle Kultur innerhalb der Kunstpädagogik, versuchte den Beteiligten, das „Sehen“ zu vermitteln und die Wahrnehmung zu schärfen. Ausgestattet mit einigem Material machten sich die Schülerinnen und Schüler dann auf, das Gebiet zu erkunden. Sie sollten Punkte kleben, rot für Dinge, die ihnen nicht gefallen, grün für Dinge, die ihnen gefallen und gelb bei nicht eindeutiger Meinung. Dabei stellte sich hier zum ersten Mal die Frage, wie Farbe mit Gefühl verbunden wird. Später wurde dies noch einmal thematisiert, als im Bebauungsplan die bebauten Flächen rot eingefärbt waren und die Erholungsflächen grün. Die Übung mit der Bepunktung schärfte nicht nur die Wahrnehmung, sondern machte auch klar, dass Ästhetik eine Frage des Betrachters ist und Dinge durchaus unterschiedlich empfunden werden können.
Am Nachmittag wurde die Gruppe geteilt, was überraschenderweise zu einer männlichen und einer weiblichen Gruppe führte. Jede Gruppe behandelte zwei Themen, eines aus der Geographie und eines aus der Biologie.
Die Geographen um Junior-Professor Antje Schlottmann und Dr. Stefan Zimmermann beschäftigten sich mit Flächennutzungsplänen und Bebauungsplänen. Es ging um die Ziele der (Raum-) Planung und um die Einbeziehung der verschiedenen Interessengruppen. Diese Inhalte gehören mit zum Erdkunde-Unterricht und so konnten die Kenntnisse gleich angewendet werden. Die Praxis kam auch nicht zu kurz: Für ein noch brach liegendes Stück Land auf dem Riedberg sollten die Schüler  bzw. Schülerinnen einen Plan erstellen. Dabei waren verschiedene Interessengruppen zu berücksichtigen: z.B. Familien mit kleinen Kindern, Studenten, Senioren. Auf dem Dach eines Gebäudes (mit einem tollen Blick nach Frankfurt) wurden die Pläne vorgestellt, diskutiert und verteidigt.
Die Biologin Simone Beege führte ihre Gruppe zunächst in das Biologie-Gebäude, wo sie sie über die Organismen informierte, die untersucht werden sollten. Mit GPS-Geräten ging es dann in das Gelände, wo Bäume auf ihren Flechtenbewuchs hin untersucht wurden. Manche der Schüler waren überrascht, dass es sich bei der grauen „Farbe“ um ein Lebewesen handelt. Die Bedeutung von Flechten als Indikatoren für Luftverschmutzung ist jetzt allen klar.
Bei einer abschließenden Besprechung wurde das Resümee des Tages gezogen. Die Bachgauschüler hatten einen interessanten Tag an der Universität verbringen können und fuhren zufrieden nach Hause.
Ein besonderer Dank geht an Frau Prof. Schlottmann, die uns die Mitarbeit an diesem Projekt ermöglicht hat. Nach dem Projekt „Bild macht Stadt“ war dies die zweite erfolgreiche Zusammenarbeit von Universitäts-Geographen und Erdkunde-Schülern der Bachgauschule.
 
Dr. Gabriele Gottschalk

(Galerie zum Projekttag)

Erster Schultag für Große

Schulanfang an der Bachgauschule

Ganz cool wollten sie wirken, doch die Anspannung war merkbar, als 115 neue Schülerinnen und Schüler in der Aula der Bachgauschule auf den Aufruf ihres Namens warteten.


Obwohl die Klasseneinteilung bekannt war, schienen sie erleichtert, wenn auch der Name des Freundes oder der Freundin fiel. Noch etwas schüchtern standen sie dann bei ihren neuen Mitschülern und verließen zusammen mit dem Klassenlehrer, der hier Tutor genannt wird, die Aula.

Davor waren die Neuen der Bachgauschule von der stellvertretenden Schulleiterin, Gitta-Nübel-Weber, herzlich begrüßt worden. In ihrer Ansprache nahm Nübel-Weber eine Parabel zu Hilfe, um den Schülern zu erklären, was das Besondere an ihrer neuen Schule ist. Sie betonte, dass hier im Team gearbeitet wird und dass engagierte, erfahrene und freundliche Lehrkräfte die Schüler bei ihrem Weg zum Abitur unterstützen. Da die Bachgauschule eine familiäre Größe hat, ginge dabei auch niemand verloren.

„Allerdings erwarten wir auch Gegenleistungen“, mahnte Nübel-Weber. Höflichkeit und Respekt nennt sie als wichtige Anforderungen. Dabei gilt Respekt gegenüber den Lehrkräften und den Mitschülern, aber auch gegenüber der schulischen Einrichtung. Es war dann aber wohl Zufall, als bei dem Satz „Bei uns auf dem Bachgau beginnen wir pünktlich“ weitere Schüler die Aula betraten. Die Nachzügler konnten sicher nicht verstehen, warum das Publikum lachen musste.

„Wir kämpfen im Team“ und „Ihr müsst lernen wollen“, das ist laut Nübel-Weber das Wichtigste für die Neuen in den nächsten drei Jahren. Für die Bachgauschule sicherte sie den Schülern die volle Unterstützung zu.

Die boten auch Alisha Grunze und Lars Laber von der Schülervertretung an. Dabei bat Alisha die neuen Mitschüler vor allem darum, die Schule sauber zu halten. „Dies ist am Schulanfang immer ein Problem“, forderte sie die Neuen zur Sauberkeit auf.

An die offizielle Begrüßung schloss sich die erste Tutorstunde an. Die Schüler erhielten ihre Stundenpläne und waren sicher erstaunt. Die Stundenpläne in der Einführungsphase konnten so kompakt gehalten werden, dass keine Hohlstunden auftreten. Nach einem Spiel zum Kennenlernen, einer Menge an Informationen und einem Fototermin ging der erste Schultag am Oberstufengymnasium zu Ende.  Es werden noch viele weitere Tage an der Bachgauschule folgen, bis sie endlich das in der Hand haben, was sie wollen: das Abiturzeugnis.

GO